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Registriert: 27.07.2004, 18:45 Beiträge: 5386 Wohnort: Berlin
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Stefan (Akka) hat mir freundlicherweise seine Rede in Schriftform zum Veröffentlichen zur Verfügung gestellt. Sie spiegelt das Ansinnen des Denkmals sehr deutlich wieder: 'Nun ist es geschafft. Das Denkmal für Prinzesschen ist Wirklichkeit geworden und allen Worten voran gilt der Dank all denen die mit ihren kleinen und größeren Spenden, mit Tatkraft und finanzieller Unterstützung, aber auch mit Unverständnis und Kritik an diesem Vorhaben dazu beigetragen haben, dass wir hier und heute an Prinzesschen und, damit verbunden, an das gewaltige Phänomen des Vogelzuges denken.
Warum gilt der Dank auch denen, die gegen ein solches Vorhaben waren werden Sie sich fragen. Ganz einfach, weil es uns angespornt hat den Zweiflern zu beweisen, dass ein solches Denkmal unter anderem seinen Sinn auch darin hat, den Vogelzug denjenigen begreifbar zu machen, die wenig darüber wissen.
Ja, im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen.
Diese Skulptur kann und soll nicht nur mit den Augen schaubar, sondern auch mit den Händen begriffen werden. Heike Landherr hat mit diesem Werk in hervorragender Weise das Leben eines Zugvogels nachvollzogen und visuell umgesetzt, über den wir Dank der Telemetrie, vieler Beobachtungen, Berichte in Wort und Bild und sogar gemeinsamer Reisen bis in das südliche Afrika, besonders viel erfahren haben.
Vor diesem Denkmal werden zukünftig auch viele Kinder stehen, und wir wünschen uns, dass sie mit ihren kleinen Händen die Reiseroute nachvollziehen, den so liebevoll ausmodellierten Storch ertasten, begreifen, was der Zug der Vögel bedeutet und, Achtung vor der Kreatur entwickeln. Das Denkmal ist aber auch so angelegt, dass stark sehbehinderte Menschen das Leben von Prinzesschen „erfühlen“ können.
Prinzesschen hat in Sachsen-Anhalt ihr zu Hause gehabt. Hier hat sie sich von ihren langen Reisen erholt. Hier hatte sie ihre Partner, und soweit wir wissen, mindestens 34 Junge. Sie ist immer wieder hierher zurückgekehrt; es war ihre Heimat. Über Kulturlandschaften hinweg ist sie gezogen, über Städte, Steppen, Flüsse, Gebirge, Wüsten, und politische Grenzen. Zig tausende von Kilometern, frei, als Vogel. Bis zu ihrem plötzlichen Tod am 23.Dezember 2006 bei Hoopstad in Südafrika. Dort ist sie begraben und eine Gedenktafel mit dem Text: „Dem Weißstorch Prinzesschen. Eine wunderbare Reise hat hier ihr Ende gefunden“, schmückt ihr von Dr. Michael Kaatz liebevoll angelegtes Grab unter einem Baum.
Unsere Gedanken gehen heute auch von hier nach Hoopstad. Wir alle erleben zZt. täglich im Fernsehen das Südafrika, in dem Prinzesschen unsere Winter verbracht hat. Die Bilder machen uns klar, wie weit das alles entfernt ist. Und sie machen die Leistung der Zugvögel und insbesondere der Störche deutlich, die diese unglaublich weiten Strecken ausschließlich im Segelflug bewältigen.
Prinzesschen ist das Synonym für Vogelzug, für Bewältigung von Gefahren, für Tapferkeit, für Heimatgefühl und glückliche Heimkehr nach Sachsen-Anhalt.
Mit diesem Denkmal ist Prinzesschen ein letztes Mal hierher zurückgekehrt. Auf ihren Storchenhof, ganz nah bei ihrem Nest, zu der ihr so vertrauten Familie Kaatz. Wir haben diesen Standort für das Denkmal gewählt, um auch eine Verbindung zu den vielen Pfleglingen des Storchenhofs herzustellen, deren Pflege ausschließlich dem Ziel dient, auch sie eines Tages in Freiheit zu entlassen und sie an dem wunderbaren Vogelzug teilnehmen zu lassen.
Dass es nun genau hier steht, macht mich als Initiator dieses Denkmals besonders glücklich.
Ich danke allen ganz herzlich, die mitgeholfen haben, Prinzesschen symbolisch in ihre Heimat zurückzuholen und möchte mit einem Gedicht von Antoine de Saint-Exupéry schließen:
Und wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache, du allein wirst Sterne haben, die lachen können. Wenn du dich getröstet hast wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein, und deine Freunde werden erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.'Nochmals einen Herzlichen Dank an den Freundeskreis "Ein Denkmal für Prinzesschen" und an Frau Heike Landherr, die sich intensiv wochenlang mit der Thematik des Storchenzuges und Prinzesschen befasst hatte, ehe sie mehrere Skulpturen der Vogelschutzwarte und den Mitgliedern vorstellte. Diese Skulptur wurde von den Meisten befürwortet. Frau Landherr ( http://www.heike-landherr.com/index.html)trug im Wesentlichen dazu bei, das dieses auch verwirklicht werden konnte, indem sie auf ein Großteil ihres Honorares verzichtet hatte. Dafür vielen lieben Dank!
_________________ Viele Grüße
Helle
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P. Rohner
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